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Schildkröten im Winter !

Winterruhe bei Landschildkröten
Die Winterruhe ist ein lebensnotwendiger Bestandteil des Lebens einer Landschildkröte. Bei artgerechter Haltung sollte diese nicht ausbleiben. Auch im ersten Lebensjahr ist dies schon möglich.

Kurze Erklärung der Winterruhe:
Landschildkröten gehören zu den sogenannten wechselwarmen Reptilien. Dieses bedeutet, dass sie ihre Stoffwechselvorgänge den Außen-Temperaturen anpassen. Ihr Körperstoffwechsel funktioniert am besten bei 35 Grad Körperinnentemperatur. Der Sommer mit seinen Temperaturen und Tageslängen erfüllt die Vorrausetzungen hierfür. Mit zunehmender Kälte und abnehmender Tageslichtlänge (Herbst) bereiten sich die Tiere auf ihre Winterruhe vor. Die Nahrungsaufnahme wird reduziert und langsam komplett eingestellt. Der Darm entleert sich zu gut 2/3 selbständig und die Aktivität der Tiere nimmt ebenfalls langsam ab.

Die optimale Überwinterung
1.Temperaturen bei 4-6 Grad (max. 8 Grad)
Bei diesen Temperaturen sind die Tiere völlig inaktiv, steigen die Temperaturen über diese Werte fallen Stoffwechselprodukte an, die leberschädigend sein können.
2. in trockenem Substrat ; Buchenlaub ist besonders gut geeignet, da es nicht schimmelt. Eher ungeeignet sind Heu, Torf, Späne , weil sie schnell schimmeln und durch den Staub Lunge und Schleimhäute der Schildkröten belasten.
3.hohe Luftfeuchtigkeit.

Vorgehensweise
Zuerst sollte man eine Entwurmung im Spätsommer durchführen, da dort der Stoffwechsel der Schildkröten noch im vollen Umfang aktiv ist. Sofern die Tiere im Freien gehalten werden, führen die natürlichen Einflüsse dazu, dass die Schildkröten zum Herbst hin inaktiver werden und in Winterruhe gehen. Man sollte ihnen ein Schutzhaus mit grabfähigem Untergrund anbieten.
Schildkröten, die in Terrarien gehalten werden, sollten "künstlich" in Winterruhe versetzt werden. Licht, Temperatur und Futter werden kontinuierlich über mehrere Wochen reduziert. Warme Bäder sollten unterbleiben, da sie den Stoffwechsel wieder ankurbeln. Stattdessen sollte ein einmaliges kaltes Wasserbad durchgeführt werden. Dabei bleibt die Darmflora im Blinddarm ausreichend vorhanden, die sehr wichtig.
Sobald die Tiere „ruhen" verbringt man sie in einen Kühlschrank, weil man dort die erforderlichen Bedingungen für eine optimale Winterruhe (gleichbleibende Temperatur etc.) vorfindet . 1-2 Mal täglich sollte man den Kühlschrank zwecks Luftaustauschs öffnen.
Wenn der Frühling naht, werden die Tiere wieder aus der Winterruhe geholt. Dieser Vorgang läuft ebenfalls stufenweise ab, indem man Licht und Temperatur langsam ansteigen lässt.

Quelle: Auffangstation für Reptilien e.V. München
© 2013 Praxis Dres. Fluck&Sanft



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